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  • FSV holte die ersten Bundesligapunkte im Duell der Aufsteiger
    30. Oktober 2016 - Steffen Habenicht
    Da sind sie, die ersten beiden Punkte in der ersten Bundesliga für den FSV Erlangen-Bruck. Nach einem leidenschaftlich geführten Heimspiel, holt sich der FSV vollkommen verdient und am Ende auch sehr deutlich einen 8-0 Sieg gegen den Mitaufsteiger ESV Lok Rudolstadt. Im Duell der beiden Abstiegskandidaten, zu denen man momentan auch noch Breitengüßbach zählen muss, konnte man kein großes Feuerwerk erwarten. Dafür ging es für beide Mannschaften um viel zu viel. Dementsprechend zerfahren und hektisch war die Begegnung auch sehr oft. Im Unterschied zu den letzten Spielen aber, konnten die Brucker aber meist in den entscheidenden Momenten zulegen und so viele knappe Duelle für sich entscheiden. Nicht nur die Duelle an sich, auch die einzelnen Bahnen waren extrem umkämpft und standen oft auf Messers Schneide. Nach Satzpunkten hatte der FSV mit sagenhaften 19:5 Punkten die Nase mehr als klar vorn. Aber von 8 Bahnen, die mit einer Differenz von maximal 5 Holz entschieden wurden, gingen sagen und schreibe 7 Bahnen an die Brucker Mannschaft. Diese Entschlossenheit und sicher auch das Quäntchen Glück in diesen so wichtigen Momenten waren der Grundstein für den am Ende vielleicht auch zu klaren Sieg. Denn den wahren Spielverlauf spiegelt dieses 8-0 ganz sicher nicht wider.
    Im Startpaar hatte Michal Bucko endlich wieder einen guten Tag erwischt. Er holte mit seinen starken 619 Holz klar seinen Punkt, obwohl sein Gegner L.Bliesath mit 588 Holz sehr gut dagegen hielt. Alexander Kern kam ganz scher in die Gänge. Nach schwachem Start, drehte er auf den zweiten 60 Wurf sein Duell und holte sich noch knapp mit 3 Holz Vorsprung den zweiten Mannschaftspunkt für den FSV. Michael Seuß hatte trotz verhaltener 565 Holz mit seinem Gegner keine Schwierigkeiten und sicherte so den dritten Mannschaftspunkt für dein Team. Gökhan Idrisoglou hatte es mit dem U18-Mannschafts-Vizeweltmeister und aktuellem U18-Weltpokalsieger Daniel Barth zu tun. Also eine alles andere, als leicht Aufgabe. Doch nach einem starken Start lag Idrisoglou überraschend mit 2-0 in Führung. Doch eine schlechtere dritte Bahn verhinderte die Vorentscheidung. Durch Nervenstärke und Biss kämpfte er sich aber zurück und holte sich die vierte Bahn und damit den vierten Mannschaftspunkt für die Erlanger.
    Mit 4-0 und einem Holzvorsprung von 67 Holz gingen die Schlussstarter auf die Bahnen. Sehr routiniert spielten Michael Ilfrich und Heiko Gumbrecht nun gegen noch einmal alles in die Waagschale werfende Thüringer Gäste. Ilfrich entschied sein Duell durch seine sehr guten 615 Holz vorzeitig. Dadurch war der Sieg für den FSV schon sicher gestellt. Heiko Gumbrecht wollte nun auch noch den letzten verbliebenen Mannschaftspunkt an Land ziehen und so seinem Team ein wichtiges 8-0 sichern. Das Spiel gegen den am Ende Tagesbesten Rudolstädter Alexander Conrad wankte ständig hin und her. Aber mit dem letzten Wurf kämpfte sich Gumbrecht an Conrad vorbei und gewann den Punkt knapp mit 596-590 und 3-1. Alles in Allem war es ein hochverdienter Erfolg für den FSV Erlangen-Bruck, der hoffentlich den Knoten für die nächsten schweren Aufgaben gelöst hat. Die Chancen auf einen Klassenverbleib hat man sich auf jeden Fall beeindruckend erhalten.

    Kern – Kunstmann 559-556 2-2, Bucko – Bliesath 619-588 3-1, Seuß – Kerntopf 565-527 4-0, Idrisoglou – Barth 569-574 3-1, Ilfrich – Gießler 615-568 4-0, Gumbrecht, H. – Conrad 596-590 3-1, 8-0 über die Gesamtholz 3523-3403;
     
    Jubel des Schlusspaares Ilfrich/Gumbrecht nach dem ersten Sieg in der Bundesliga